Mineralstoffe


 

 

 

 

Mineralstoffe/Spurenelemente

 

 

Mineralstoffe sind anorganische Stoffe, die für den Menschen lebenswichtig und größtenteils essentiell sind, d.h. über die Nahrung zugeführt werden müssen. Sie können Stoffwechselvorgänge direkt beeinflußen, indem sie bestimmte Enzyme fördern oder hemmen. Sie werden zusammen mit anderen Abfallprodukten des Stoffwechsels ausgeschieden, so daß sie ständig wieder über die Nahrung in ausreichender Menge zugeführt werden müssen. Etwa 5% des menschlichen Körpers besteht aus Mineralstoffen (besonders hoch ist mit etwa 25% der Anteil an den Knochen) 

Der Mineralstoffwechsel hilft bei der Regulation des Wasserhaushaltes und wirkt entscheidend an der Stabilisierung des Säure-Basen-Haushaltes mit.

Man unterteilt die im Körper vorkommenden Mineralstoffe einerseits nach ihrer Konzentration andererseits nach ihrer Funktion. So unterscheiden wir Mengenelemente (>50mg pro kg Körpergewicht) und Spurenelemente (Mineralstoffe, die weniger als 0,01% des Körpergewichtes ausmachen). Von den Mengenelementen müssen wir täglich mindestens 100mg zu uns nehmen. Zu Mangelerscheinungen kommt es beim gesunden Menschen unserer westlichen Kulturen selten - wenn dann beim Eisen u. Jod oder im Bereich der Mengenelemente beim Kalzium und Magnesium.

 

Bei den Mineralstoffen handelt sich um Bau- oder Reglerstoffe.

Typische Baustoffe sind:  Natrium, Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor

Typische Reglerstoffe sind:  Eisen, Jod, Kupfer

 

 

Mengenelemente:

  • Calcium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Natrium
  • Chlor
  • Phosphor
  • Schwefel

Spurenelemente:

  • Eisen
  • Flour
  • Jod
  • Kupfer
  • Zink
  • Selen
  • Mangan
  • Silicium
  • Molybdän
  • Cobalt
  • Chrom
  • Vanadium
  • Arsen
  • Bor
  • Rubidium
  • Zinn 

 

 

 

Die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente im Einzelnen:

 

Natrium - lebenswichtiger Mineralstoff, der sich in Blut, Lymphe, Knochen- u. Knorpelgewebe sowie den einzelnen Körperzellen (zusammen mit viel Kalium) befindet; der Körper enthält ca. 70-100g; tägliche Zufuhr von 6g ausreichend (Durchschnitt nimmt 10-15g auf); steuert den Wasserhalt mit, indem es Wasser in den Geweben bindet und zurückhält; zusammen mit Kalium spielt es in der Funktion und Leistungsfähigkeit der Muskeln und Nerven eine große Rolle; Salzmangel macht sich durch Muskelschwäche und Absinken des Blutdrucks bemerkbar

 

Kalzium - sehr wichtiger Bestandteil unseres Knochengerüstes und der Zähne, aber auch bei der Nerv-Muskel-Erregung und der Blutgerinnung; etwa 1500g unserer Körpermasse (ca.2%) bestehen aus Kalzium; tägliche Zufuhr mindestens 1g über Milchprodukte, aber auch Grünkohl, Brokkoli, Brennessel, Nüsse u.a.; bei Mangel (auch durch das ev. fehlende Vit D, das für die Einlagerung des Kalziums in die Knochen sorgt) Gefahr der Rachitis bzw. Osteoporose

 

Kalium - befindet sich hauptsächlich in den Zellen und spielt hier für den Zellstoffwechsel eine wichtige Rolle; insbesondere für die Muskeltätigkeit, Erregbarkeit der Nerven und Reizleitung am Herzen wichtig, aber auch für den Wasserhaushalt und die Aktivierung einiger Enzyme unentbehrlich; tägliche Zufuhr von 2-3g über Obst (Trockenfrüchte), Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Milch, Hülsenfrüchte und Nüsse; bei Mangel ist Muskelschwäche, Verstopfung, Darmlähmung, Herzmuskelschäden und niedriger Blutdruck möglich

 

Magnesium - dieser Mineralstoff hat viele wichtige Funktionen sowohl im Nervensystem und den Muskelfunktionen, als auch bei der Knochenbildung und der Aktivierung zahlreicher Enzymreaktionen; die tägliche Mindestzufuhr liegt bei 300mg und wird in erster Linie über Vollkornprodukte wie Brot gedeckt, aber auch Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen enthalten viel Magnesium; bei Mangel kommt es häufig zu den berüchtigten Wadenkrämpfen, aber auch zu Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsproblemen, Herzbeschwerden oder Taubheitsgefühlen in den Fingern

 

Phosphor - wichtig für den Aufbau der Zellen und des Stützgewebes; macht etwa 1% des Körpergewichtes aus und befindet sich hauptsächlich in Knochen und Zähnen; beim Energiestoffwechsel (ATP>ADP) hatten wir es bereits erwähnt; überall dort enthalten, wo auch reichlich Kalzium drin ist wie in Milchprodukten, aber auch in Getreide, Eiern, Fleisch und Fisch; Mangelerscheinungen kommen praktisch nicht vor

 

Eisen - wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffes mit Aufgaben in Speicherung und Transport des Sauerstoffes; der Körper enthält etwa 4-5g Eisen mit Reserven in Leber, Milz und Darm; der Tagesbedarf liegt bei 10-15mg (Frauen eher um die 15mg); Vit C ist wichtig für die Eisenresorption; Eisen ist hauptsächlich in Fleisch, grünem Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten und vielen Gewürzen (Petersilie, Majoran, Thymian u.a.) enthalten; bei Mangel folgt Erschöpfung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, trockene Haut, Blässe bis hin zur Blutarmut

 

Jod - lebensnotwendiges Spurenelement zum Aufbau von Schiddrüsenhormonen und damit für den Stoffwechsel; den Tagesbedarf von ca. 0,2mg deckt man am sichersten über jodiertes Speisesalz und Seefische (aber auch andere Meerestiere); bei Mangel treten Störungen der Schilddrüsenfunktion und der sogenannte Kropf auf

 

Zink - wichtig für das Immunsystem, Wundheilung, Fortpflanzung und die Aktivierung einiger Enzyme; die empfohlene Zufuhr liegt bei 7-10mg und wird über Fisch, Fleisch, Vollkorn- u. Milchprodukte gedeckt; bei Mangel Abwehrschwäche

 

Kupfer - wichtig für die Blutbildung und Bestandteil einiger Enzyme; der Tagesbedarf von etwa 1-1,5g wird über Gemüse, Fisch, Getreide und Milchprodukte gedeckt; bei Mangel Störungen des Eisenstoffwechsels bis zur Anämie und Schwächung des Abwehrsystems

 

Selen - wichtiges Antioxodans, das mit dem Vit E in Wechselbeziehung steht - schützt so vor Zellvergiftungen und umweltbedingte Schäden durch Schwermetalle; Zufuhr in minimalen Dosen wird über Fleisch, Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse gedeckt; Mangel führt zur Schwächung des Immunsystems und Störungen im Stoffwechsel

 

Fluor - beugt Karies vor, indem es den Zahnschmelz erhält; Zufuhr über Seefische und andere Meerestiere, sowie Getreide, Obst, Gemüse und schwarzen Tee; Mangel kommt praktisch nicht vor

 

Molybdän - Bestandteil einiger Enzyme; Zufuhr über Obst, Gemüse, Getreide und Milchprodukte

 

Kobalt - aktiviert einige Enzyme und ist Bestandteil von Vit B12; in Hülsenfrüchten und Gemüse enthalten

 

Mangan - ein Mangel kann zu Unfruchtbarkeit und gesteigertem Knochenabbau führen

 

Chrom - unterstützt den Kohlenhydratstoffwechsel; in Getreide und Milchprodukten; kann bei zu großen Mengen zu Vergiftungen führen

 

Toxische Metalle - Blei, Kadmium, Quecksilber

 

Mineralstoffmengen, die der Körper im Normalfall gespeichert hat > Kalzium 1500g, Phosphor 750g, Kalium 140g, Natrium 90g, Chlorid 75g, Magnesium 30g