Inhaltsstoffe


 

 

Inhaltsstoffe/Grundbegriffe

 

                                                                                                                                                                                                         

Unsere Nahrung setzt sich aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen, die unser Körper entweder für die Aufrechterhaltung seines Energiehaushaltes und damit aller lebenswichtigen Funktionen oder für den Aufbau körpereigener Strukturen benötigt.

 

Hier ein paar kurze Erläuterungen zu den wichtigsten Nähr-u. Vitalstoffen unserer Lebensmittel.

 

Den Hauptbestandteil unserer Nahrungsmittel sollten im Normalfall die Kohlenhydrate bilden. Sie sind unser wichtigster Energielieferant. Es gibt vom biochemischen Aufbau her einfache und komplexere Kohlenhydrate. Die komplexeren KH sorgen für eine langsamere Aufnahme der Einzelbausteine, so daß der Energiegewinn und das Sättigungsgefühl länger anhalten. Sogenannte "Zuckerspitzen" werden dadurch vermieden.

 

Ein weiterer sehr gehaltvoller (9kcal/g) Energielieferant sind die Fette. Fette sättigen, sind hervorragende Geschmacks-u. Aromaträger und dienen uns zudem als Energiespeicher. Etwa die Hälfte der Aufnahme sollten die versteckten (Käse, Gebäck etc.) die andere Hälfte die sichtbaren Fette (Salatöl, Bratfett, Streichfett) ausmachen. Im Idealfall nehmen wir dabei ca. 1/3 gesättigte, 1/3 einfach ungesättigte und 1/3 mehrfach ungesättigte Fette zu uns. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind für uns von besonderer Bedeutung, da unser Organismus sie nicht selbst herstellen kann und wir sie über die Nahrung aufnehmen müssen (z.B. die essentiellen Omega-Fettsäuren). Sie sind unter anderem Bestandteile von Zellmembranen, Gallensäuren, körpereigenen Gewebshormonen, senken den Cholesterinspiegel (LDL) und sorgen - wie alle Fettsäuren - zudem für die Verarbeitung der fettlöslichen Vitamine im Körper.

 

Der wichtigste Baustoff unserer Zellen sind die Eiweiße (Proteine). Aufbau und Erhaltung der gesamten Körpersubstanz und Muskulatur hängt von der Zufuhr entsprechender Eiweiße ab. Auch sämtliche Hormone, Enzyme und Abwehrzellen des Körpers werden aus Proteinen gebildet. Der größte Teil der benötigten Eiweiße kann auch vom Körper selbst (durch die Synthese anderer Nährstoffe) in der Leber gebildet werden. Aber einige sind auch hier essentiell, d.h. sie müssen - ähnlich den bereits erwähnten essentiellen Fettsäuren - über die Nahrung zugeführt werden. Die Grundbausteine der Proteine sind die Aminosäuren. Von den 20 in unserer Nahrung vorkommenden Aminosäuren gelten 9 als essentiell.

 

Ballaststoffe haben keinen eigentlichen Nährwert, sind aber wichtig für den gesamten Verdauungsablauf und eine optimierte Darmpassage des Speisebreis. Die Bindungsfähigkeit mit Wasser lässt das Eigengewicht der Ballaststoffe auf ein Vielfaches (bis 100fach) ansteigen und erhöht so die Stuhlmenge. Zudem verlangsamen sie das Eßtempo und unterstützen das Sättigungsgefühl. Die Ballaststoffe binden zudem Mikroorganismen, Cholesterin, Gallensäuren, aber leider auch andere - für uns wertvolle Mineralstoffe - im Stuhl. Deshalb ist bei der Zufuhr vieler Ballaststoffe ein entsprechender Ausgleich durch eine ausgewogene (Vollwert)Mischkost sehr wichtig. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt mindestens 30g Ballaststoffe pro Tag.

 

Vitamine sind für den Organismus lebenswichtige Stoffe, die der Körper nicht oder zumindestens nicht in ausreichender Menge selbst bilden kann. Diese essentiellen organischen Verbindungen unterscheiden wir in wasser-u. fettlösliche Vitamine. Ähnlich den Hormonen und Enzymen sind die verschiedenen Vitamine für bestimmte (Stoffwechsel)Vorgänge im Körper unentbehrlich. Auch hier sichert eine gut ausgewogene vollwertige Mischkost die Versorgung. Die Luft-u. Hitzeempfindlichkeit sollten unbedingt bei der Zubereitung beachtet werden.

 

Mineralstoffe unterteilen wir nach ihrem Vorkommen im Körper in Mengen- u. Spurenelemente. Die Mengenelemente machen immerhin ca. 5% unseres Körpergewichtes aus, wohingegen die Gesamtmenge aller Spurenelemente im menschlichen Körper nur ca. 10g beträgt. Die anorganischen Mineralstoffe haben Bau-u. Reglerfunktionen im Körper zu erfüllen. Knochenbau, Wasserhaushalt und die Reizübertragung im Nervensystem sind hier - neben vielen anderen Aufgaben im biochemischen Bereich - zu erwähnen. 

 

Die sekundären Pflanzenstoffe spielen - wie der Name schon sagt - für den Primärstoffwechsel (zum Aufbau und zur Erhaltung der Biomasse) der Pflanzen keine Rolle. Es handelt sich häufig um  Farb-, Aroma-, Geruchs- u.o. Geschmacksstoffe, die z.B. eine gewisse Schutz-, Tarn- o. Abschreckungsfunktion erfüllen oder auch einfach nur dafür sorgen, daß die Verbreitung des eigenen Erbgutes gesichert wird. Neben teils giftigen Wirkungen (siehe Alkaloide der Tollkirsche bis hin zum Morphin o. Meskalin) schreibt man den sekundären Pflanzenstoffen unter anderem antioxidative und teilweise sogar antikanzerogene Eigenschaften zu. Unterteilt werden die sekundären Pflanzenstoffe in 9 chemische Hauptgruppen mit unterschiedlichsten Eigenschaften und Aufgaben.

 

 

Eine kurze Erläuterung weiterer häufig vorkommender Grundbegriffe finden Sie hier(anklicken)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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